Selten
Probieren Sie Weine von seltenen Rebsorten, die als ausgestorben galten. Unsere Entdeckungen erzählen Ihnen eine unglaubliche Geschichte.
Wertvoll
Eine jahrtausendalte, klimaerprobte Sortenvielfalt ging in nur einem Jahrhundert verloren. Es handelt sich um Zeitzeugen vergangener Kulturepochen mit einer regionalen Identität. Diese wertvollen Funde sind unser weinbauliches Kulturerbe!
Wiederentdeckt
Der erneute Anbau bei unseren Winzern bewahrt die wiederentdeckten Raritäten vor dem Aussterben. Durch den Genuss dieser Weine werden auch Sie zum Retter historischer Rebsorten!
Jede historische Rebsorte trägt ihren ursprünglich, geschichtlich und kulturell verankerten Namen. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Verwechslungen bei der Identifikation und Bestimmung dieser wiederentdeckten Weinreben.
Die rot gekennzeichnete Ursprungsnummer, bezugnehmend auf den Ursprungsnachweis, gibt Ihnen die Sicherheit das Original zu geniessen.

Unsere aktuelle in der Schweiz erhältliche Auswahl…
Wein der Liebfrauenmilch (weiss)
An einer 300 Jahre alten Sortenbeschreibung lässt sich ableiten, dass nicht Riesling, sondern sehr wahrscheinlich Grünfränkisch die eigentliche Rebsorte der weltbekannten Liebfrauenmilch war. Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Grünfränkisch für die Südpfalz erwähnt. Die Historie dieser wertvollen Rebsorte geht zurück in die Antike und fand über Nordungarn ihre Heimat am Rhein. Bis zur ihrer Wiederentdeckung in Jahr 2009 galt diese Rebsorte als ausgestorben.
Weinanbau in der Kleinen Eiszeit (weiss)
Schon vor dem Riesling wurde der Kleinberger als Hauptsorte am Rhein und an der Mosel angebaut. Er gelangte mit den Trevorern an die Mosel. Aufgrund seiner hohen Frostfestigkeit und Anpassungsfähigkeit erlebte er eine Renaissance in der Kleinen Eiszeit. (15. bis 19. Jahrhundert) Im Mischsatz verlieh er dem Silvaner zusätzliches Bukett. Bis zur ihrer endgültigen Bestimmung 2007 galt diese sehr alte Rebsorte als ausgestorben.
Urmutter unserer Kulturreben (blanc de noir)
Die Geschichte dieser über 8.000 Jahre alten autochthonen Rebsorte bringt uns an den zeitlichen Ursprung der Kulturrebe. Es handelt sich um den echten „Blauen Silvaner“. Sie ist DIE Stammsorte in der Gruppe der „Blauen Schirwaner“. Schirwan ist eine antike Weinregion am Kaspischen Meer, die Heimat etlicher historischer Rebsorten. Der „Schwarze Edelstein“ wurde bereits im Mittelalter über die Karpaten nach Franken und ins Taubertal exportiert. Die Verwandte des heutigen Spätburgunders galt bis 2007 als ausgestorben.
Kind des Trollingers (rosé)
Der Schwarzurban, ein Kind des Trollingers, kam bereits im Mittelalter aus der Staufischen Lombardei zu uns. Die eigentliche Herkunft lässt sich am Namen ableiten. „Urban“ aber auch „Vernatsch“; Synonym des Trollingers, korrelieren mit den zwei Nachbarorten „Vrban“ und „Vernaz“ in Kroatien. Anhand dieser Namen lassen sich Völker und deren Wanderungen ableiten, wodurch man auch wieder in die sehr berühmte Weinregion Schirwan gelangt. Sie befand sich im heutigen Aserbaidschan und nordwestlichen Iran. Es ist die Heimat etlicher wiederentdeckter Rebsorten.
Ursorte aus Indien (rosé – vin mousseux)
Mit ihrem Ursprung in Indien blicken die Muskatellersorten auf eine über 3000 Jahre alte Geschichte. Verfolgt man die Geschichte alter Urvölker kommt man nach Spanien und beobachtet wie sie sich von dort aus im Frühmittelalter ins Piemont, Rhônetal und in die Westschweiz verbreiteten. Der Blaue Muskateller, der in Deutschland als ausgestorben galt, kann niemals ein tiefroter Wein werden, denn dafür fehlen die erforderlichen Farbstoffe in der Beerenhaut. Sie werden aber einen an Rosenblüten erinnernden, fruchtig frischen, lachsfarbenen Rosé genießen können, der in den Sommermonaten so manchen lauen Sommerabend elegant begleitet.
Die grosse Unbekannte (rot)
Die nur bildhafte Dokumentation in der Steiermark und die falschen Gleichsetzungen mit anderen Sorten machen es schwierig etwas zur Geschichte des Hänglings herauszufinden. Vermutlich haben wir es bei diesem Hängling mit einem Vertreter der mittelalterlichen Sortengruppe der Tressiaux oder Trussiaux zu tun, die zusammen mit den Sortengruppen „Les Pineaux“ und „Les Gamez“ kurz nach dem Magdalenenhochwasser aus dem Despotat Romania (Albanien) in die angevinischen Weingärten an der Loire exportiert wurden. Ja „Les“! Sie haben richtig gelesen. Wir gehen davon aus, dass es nicht „den“ Pinot, „den“ Gamay oder „den“ Cot gibt. Denn in der Historie liest man immer wieder die Namen in der Mehrzahl.
Der späte Burgunder (rot)
Unglaublich, dass eine autochthon so wertvolle Burgunder-Rotweinsorte, die schon Karl der Große zu schätzen wusste, fast ausgestorben wäre. Mit ihrem jetzt wiederentdeckten sortentypischen, leicht wieder zu erkennenden Geschmacksprofil wird sie die deutsche Rotweinpalette bereichern. Denn erst 2009 erkannte man, dass der Fränkische Burgunder ein eigenständiger Burgunder ist.





















